– Geh, Wanderer –

Geh, Wanderer, geh weiter.
Folge der Spur des Meeres.
Geh, Wanderer, du weißt
sie können Dich ausweisen.
Deine verwunderten Schritte
in der fremden Stadt,
voller Sehnsucht
nach dem eigenen Ort.
Du kannst nicht zurück schauen.
Wo wirst du ankommen?

Geh, Wanderer, geh weiter.
Sag mir, was suchst Du?
Geh, Wanderer, sag mir:
Wo bist du zu Hause?
Deine grenzenlose Schritte,
illegales Schicksal,
atmen im Verborgenen,
stumme Freiheit.
Du kannst nicht zurück schauen,
hilflos auf dem Meer.

Ich habe Stadtviertel durchstreift,
habe Tore geprüft,
und finde nichts.
Ich bin in Prozessionen gelaufen,
habe mich in Winkeln verloren,
nichts ist mir wichtig.
Meine Hose von gestern
trocknet in der Sonne.

Geh, Wanderer, geh weiter.
Du spürst die Bedeutung des Brotes.
Geh weiter, versteck dich,
und schau
Ob du heute Arbeit findest.
Deine Schritte fliehen
vor dem Offizier,
du spürst die Meute
und jammerst nicht.
Du kannst nicht zurückschauen
Sonst musst du aussagen.

Ich habe Kanäle befahren,
mich in Vulkanen versteckt,
jetzt spüre ich nichts mehr.
Ich habe Krümel aufgelesen,
habe auf dem Boot überlebt,
im Morgengrauen.
Meine Gedanken von gestern
liegen verletzt in der Sonne.

Ich habe Kathedralen erkundet,
habe Gletscher entdeckt,
auf offenem Feld geschlafen.
Ich habe Wege zurückgelegt,
habe mich Unwettern gestellt,
mich im Morgen verloren.
Meine Narben von gestern
trocknen in der Sonne.

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