– Es wartet immer noch –

Mein Land musste ich verlassen,
jetzt umgibt mich nur noch Leere,
sogar Angst – so viele Drohungen,
sogar Wut – ausgeplündert, weinend.

Ohne Abschied, nichts nehme ich mit,
mein Kopf hat einen Preis.
Sogar andere Vertriebene begegnen mir,
sogar sie mit Unbarmherzigkeit im Gepäck.

Warum… nimmt man mir das Land weg?
Warum… nimmt man uns das Leben?
Unterdessen
erwache ich jeden Tag,
und das Land wartet immer noch. Unterdessen
erfinde ich mich täglich neu,
und das Land wartet immer noch.

Zitternd kam ich an, überwältigt vom Getöse,
auf der Suche nach einem Dach und Essen,
sogar nach Unterschlupf für Frau und Kinder,
sogar nach Wasser, mein Leid abzuwaschen.

Mutlos, verloren in der Stadt,
irre geleitet durch falsche Versprechen,
sogar verletzt durch soviel Gleichgültigkeit,
sogar der Regen schmerzt auf meinem Haupt.

Warum… nimmt man mir das Land weg?
Warum… nimmt man uns das Leben?
Unterdessen
erwache ich jeden Tag,
und das Land wartet immer noch. Unterdessen
erfinde ich mich täglich neu,
und das Land wartet immer noch.

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