– Herz der Bohème –

Du kommst aus der Ferne, Herz,
bringst Regen vom Meer, Herz,
beklagst, Herz,
das stumme Vergessen der Einsamkeit.

Stehst hinter der Tür, Herz,
gehst über die Schwelle.
Du irrst ziellos umher, Herz,
suchst eine Insel für dich allein.

Herz, du feierst.
und blutest bei Nacht.

Flüchtiges Herz der Nacht,
vergisst einen Traum im Hof.
Gehst ohne Hut, Herz,
leerst Dein Glas, Schweigen schlägt Dir entgegen.

Kommst aus der Nähe, Herz,
tanzt, um zu vergessen, Herz.
Versteckst, Herz,
die verlorenen Schritte der Einsamkeit.

Herz, du feierst.
Und blutest bei Nacht.

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