Geschichte

Klangkosmos Lateinamerika

Eingebettet in innovative Soundcollagen, traditionelle Klangwelten und von beeindruckender musikalischer Vitalität, erzählt der chilenische Komponist, Songwriter und Sänger Rodrigo Tobar Geschichten aus einem brodelnden Kontinent.

E-Gitarre und Charango, Akkordeon und Bass, Schlagzeug und diverse Flöten – über dieser kontrastreichen Instrumentalbesetzung erhebt sich, mal melancholisch schmeichelnd, mal tänzerisch, der unverwechselbare Gesang.
Seit über 30 Jahren lebt und arbeitet Rodrigo Tobar in Deutschland. Die Erfahrung von Migration und die Auseinandersetzung mit neuen kulturellen Einflüssen verarbeitet er musikalisch zu einem sehr persönlichen unverwechselbaren Stil, dessen Wurzeln unüberhörbar lateinamerikanisch sind. Auf Konzerten in Südamerika, Europa und China ist Rodrigo Tobar & Band mit ihrem lebendigen und mitreißenden lateinamerikanischen Sound enthusiastisch gefeiert worden.

  • Rodrigo Tobar: Gesang, Panflöte


  • Lorenzo Tobar: E-Gitarre, Charango


  • Candela Tobar: Akkordeon
  • Ornella Tobar: Geige


  • Rafael Tobar: Bass


  • Gabriel Tobar: Schlagzeug

Discographie (Auswahl):

– CD  „Que bueno“ (2017)
– CD  „Tejidos sonoros“ (2014)
– CD  „¿Cuándo?“ (2012)
– CD  „Jacarandá“ (2008)
– CD  „Sueños Perdidos“ (2005)
– CD  „Del color de la tierra“ (2002)
– CD  „Espiritual“ (1998)
– CD  „La Fiesta“ (1997)

Chronologie

2015 – 2016
Veröffentlichung des Videoclips „Qué bueno“.
Konzert im Rahmen der „Kölner Musiknacht 2015“.
Tournee mit den Jugendorchestern von Hürth und Petorca in der Provinz Petorca in Chile, im Rahmen eines interkulturellen Musikprojektes der beiden Gemeinden aus Chile und Deutschland.

2013-2014
Veröffentlichung der Instrumental-CD „Tejidos sonoros“, mit Kompositionen von Rodrigo und Lorenzo Tobar.
Auftritte beim Internationalen Musikfestival in Zhangjiajie, China (2013) und anschließende Tournee durch die Provinz Hunan/ China.
Special guest beim „World Music Festival NRW 201“ in Hürth.
Premiere der lateinamerikanischen Messe „Espiritual“ von Rodrigo und Lorenzo Tobar mit Chor-Arrangement in Zusammenarbeit mit dem Osnabrücker Domchor.

2011-2012
Veröffentlichung der CD „¿Cuándo?“.
Promotion-Tournee durch ganz Deutschland.
Tournee mit dem interkulturellen Jugendprojekt INTERFACES durch Chile, Provinz Petorca, in Zusammenarbeit mit deutschen Dozenten und Musikern sowie dem Jugendorchester von La Ligua/Chile.
Auftritt bei zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen gegen Rassismus, gemeinsam mit internationalen Künstlern, in Köln, Bonn und Bergheim.
Konzerttournee durch Chile: La Ligua, Valparaíso, und – gemeinsam mit dem Jugendorchester von La Ligua – in La Ligua und Longotoma.
Zusammenarbeit mit dem internationalen Projekt „Interfaces“ der Duisburger Philharmoniker, mit rund 400 Jugendlichen aus Belarus, Chile, Finnland und dem Ruhrgebiet, im Rahmen des Programms “Ruhr 2010 – Kulturhauptstadt Europas“.

2007-2008
Veröffentlichung der CD „Jacarandá“.
Produktion des Vidioclips “Desparecido“, das den Verhafteten-Verschwundenen unter der Militärdiktatur in Chile gewidmet ist.
Konzert beim Jazz-Festival in Montabaur/Deutschland.
Konzert beim Unicef-Jubiläumsfest in Köln/Deutschland.
Mitarbeit bei dem Projekt „Gracias a la vida – Hommage an Violeta Parra“, mit Chor und Instrumentalbesetzung.

2005-2006
Veröffentlichung der CD „Sueños perdidos“.
Die Produktion greift die Geschichten von Migranten und ihren Erfahrungen in Europa auf.
Rodrigo und seine Band treten zum zweiten Mal eingeladen im Rahmen des Festivals „Sommer in Köln“ auf.
Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle stellt in seinem Kulturprogramm in der Rubrik “CD der Woche“ die CD “Sueños perdidos“ vor.
Nach mehrjähriger Pause treten Rodrigo Tobar und seine Band wieder in Kirchen auf, mit einem akustischen Kammermusikprojekt.
Auftritte bei zahlreichen Events rund um die Fußball-WM 2006 in Deutschland.
Konzert beim Festival der Kulturen in Hamburg.
Konzert beim Internationalen Festival in Offenburg.
Konzert beim Jazz-Festival in Groß-Umstadt.

2002-2004:
Veröffentlichung der CD „Del color de la tierra“ – eine Hommage an die Überlebenskämpfe der Urvölker Lateinamerikas.
Konzert beim ökumenischen Kirchentag in Berlin.
Eröffnung der Europäischen Sommerakademie der Universität Weimar.
Konzert im Rahmen einer Veranstaltung von Amnesty International in Köln aus Anlass des 30. Jahrestages des Militärputsches in Chile, am 11. September (1973).
Live-Auftritte in Deutschland, Holland und Luxemburg.

2000-2001:
Rodrigo Tobar erhält die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt La Ligua in Chile, als Anerkennung für seine internationale musikalische Karriere. In seiner Musik stellt der Einfluss der Region, aus der Rodrigo stammt, ein wichtiges kreatives Element dar.

1998-1999:
Tournee mit dem Programm „Espiritual“, Kirchenkonzerte in ganz Deutschland.
Weitere Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Programm.
„Rodrigo Tobar La Fiesta“, u. a. beim Presseball Mecklenburg-Vorpommern.
In Zusammenarbeit mit Adveniat: NRW-Tournee mit dem Programm „Espiritual“.

1996-1997:
Veröffentlichung der CD „Espiritual“.
In diesem Werk kommt die Religiosität zum Ausdruck, die in Lateinamerika das Leben und den Alltag der Menschen bestimmt.
Veröffentlichung der CD „La Fiesta“:
Auftritt beim „PopKomm/Ringfest“ in Köln, der größten Musikmesse und Open-Air Festival Europas.
Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle widmet Rodrigo Tobar und seiner Musik ein Sonderprogramm.

1994/1995:
Rodrigo Tobar übernimmt die künstlerische Leitung des Projektes „Misa Criolla“, in dem er gleichzeitig als Solist auftritt. Tourneen durch Deutschland, Holland und Österreich, Auftritte u. a. in der Philharmonie Berlin, Beethovenhalle Bonn, Gürzenich Köln, Tonhalle Düsseldorf, u. v. m.
Veröffentlichung der Doppel-CD „Misa Criolla und weihnachtliche Musik aus Lateinamerika“.

1992-1993:
Mit dem von Rodrigo Tobar erarbeiteten Programm  „500 Jahre: Die Eroberung geht weiter“ tritt die Gruppe Maipú in der bundesweit auf.
Veröffentlichung der CD der Gruppe Maipú: „Music from the Andes“.
Fernsehauftritte aus Anlass der Entdeckung Amerikas vor 500 Jahren.
Maipú nimmt an dem Projekt „Music of the World“ teil: aus Anlass der 50jährigen Bestehens der UNO erscheint in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle und dem Bundesaußenministerium eine CD mit diesem Titel.
Zusammen mit dem DGB-Chor: Aufführung des Werkes „Canto General“, „Der Große Gesang“, von Pablo Neruda und Mikis Theodorakis.
Komposition und Aufnahmen für eine Reihe von Hörspielen des WDR: „Eine Verabredung im Herbst“, „Die Belohnung“, „Mir“.

1990-1991
Gründung der Gruppe Maipú, zusammen mit seinem Bruder Lorenzo und weiteren Musikern.
Live-Aufnahmen in den Studios der Deutschen Welle in Köln; der Sender widmet Rodrigo Tobar und Maipú ein TV-Programm.
Veranstaltung des Festivals „Maipú – Chile in Köln“: Zusammen mit Musikern, Tänzern, Schauspielern und Fotografen präsentiert Maipú ein Multimediaprogramm, das vom Publikum und der Presse begeistert gefeiert wurde.

1983 – 1990
Rodrigo Tobar verlässt Chile und geht nach Deutschland, von wo aus er, zunächst noch mit der Gruppe Ortiga, Tourneen durch ganz Europa unternimmt, mit der er mehrere Platten aufnahm.
Er beginnt seine Solo-Karriere. Auftritte in Deutschland, Einladungen zu Fernsehauftritten, u. a. bei RTL.
Studium der Musikwissenschaft an der Universität Köln.

1978-1983:
Musikstudium an der Universität von Chile (Universidad de Chile) in Santiago, Abschluss als Musiklehrer.
In dieser Zeit nimmt er an mehreren Musikprojekten (instrumental und choral) teil, und spielt in der Folkloregruppe Palomar. Später wird er Mitglied der Gruppe Ortiga, eine der bedeutendsten Mitglieder der Bewegung der „neuen chilenischen Liedes“.
Mit beiden Projekten tritt er auf den wichtigsten Bühnen Chiles auf, trotz der immer strenger werdenden Zensur und Androhung von Auftrittsverbot während der Militärdiktatur.

Rodrigo Tobar hat seine musikalische Karriere in seiner Heimatstadt La Ligua in Chile begonnen.